Kompressionsstrümpfe bei Veneninsuffizienz

Kompressionsstrümpfe sind eines der wirksamsten Mittel gegen Veneninsuffizienz. Klassen, Tragedauer und Vorsichtsmaßnahmen: Das sollten Sie wissen.
- Kompressionsstrümpfe gehören zu den wirksamsten Mitteln gegen Venenschwäche.
- Sie üben einen vom Knöchel abnehmenden Druck aus und fördern den Rückfluss.
- Vier Klassen, je nach Druck am Knöchel und Schwere der Beschwerden.
- Sie lindern die Symptome, beheben aber nicht die Ursache.
- Eine Krampfader selbst lässt sich ohne Operation behandeln.
Sie suchen ein Mittel gegen Venenschwäche? Kompressionsstrümpfe sind eines der wirksamsten. In Frankreich sind laut einer IFOP-Studie fast 17 Millionen Menschen von Veneninsuffizienz betroffen: Schmerzen, schwere Beine, Kribbeln, Ödeme, und langfristig, unbehandelt, Phlebitis oder Lungenembolie.
Was ist ein Kompressionsstrumpf?
Ein Kompressionsstrumpf ist ein hochelastisches Textil, das vom Knöchel aufwärts einen abnehmenden Druck ausübt. Er verringert das Kaliber der Venen, zieht erweiterte Venen zusammen und beschleunigt den Blutfluss zum Herzen: Das Blut staut sich nicht mehr in den Beinen, der venöse Rückfluss wird gefördert. Nicht zu verwechseln mit Stützstrümpfen, die nur vorbeugend auf die oberflächlichen Venen wirken.
Die vier Kompressionsklassen
Es gibt vier Klassen, je nach Druck am Knöchel (in mmHg):
| Klasse | Druck | Indikation |
|---|---|---|
| Klasse 1 | 10-15 mmHg | Schwere Beine, lange Reisen, beginnende Krampfadern, stehende Arbeit. |
| Klasse 2 | 15-20 mmHg | Ausgebildete Krampfadern, venöse Ödeme, Phlebitis-Vorbeugung. |
| Klasse 3 | 20-36 mmHg | Ausgeprägte Krampfadern, Lymphödeme, trophische Störungen. |
| Klasse 4 | über 36 mmHg | Erhebliche trophische Störungen. |
Kompression lindert, behebt die Ursache aber nicht. Eine Krampfader lässt sich ohne Operation behandeln: die Echotherapie verschließt sie ohne Schnitt.
Wie lange sollte man sie tragen?
Die Tragedauer hängt von der Indikation ab: bei leichten Beschwerden (schwere Beine) nur gelegentlich, bei Schmerzen oder auf Reisen; bei schwererer Veneninsuffizienz oder eingeschränkter Mobilität täglich; bei einem Ulcus cruris Tag und Nacht, bis die Wunde verheilt ist. Nachts sind sie meist unnötig, da sich das Blut im Liegen nicht staut, können aber nach einer Operation oder in der Schwangerschaft sinnvoll sein.
Vorsichtsmaßnahmen und Erstattung
Zu langes oder falsches Tragen kann Juckreiz, allergische Reaktionen oder Pilzbefall begünstigen. Gegenanzeigen sind unter anderem eine bekannte Allergie, eine arterielle Verschlusskrankheit, eine fortgeschrittene diabetische Mikroangiopathie oder eine septische Thrombose. Kompressionsstrümpfe werden immer ärztlich verordnet, damit der Druck zur Erkrankung passt; die Sozialversicherung erstattet in der Regel 60 % des Basisbetrags, bis zu 8 Paar pro Jahr.
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Questions fréquentes
Wie wirken Kompressionsstrümpfe?
Sie üben einen vom Knöchel aufwärts abnehmenden Druck aus, verringern das Venenkaliber und beschleunigen den Rückfluss des Blutes zum Herzen.
Welche Kompressionsklasse brauche ich?
Das hängt von den Beschwerden ab, von Klasse 1 (schwere Beine) bis Klasse 4 (schwere trophische Störungen). Ein Arzt verordnet die passende.
Wie lange sollte man sie tragen?
Bei leichten Beschwerden gelegentlich, bei schwerer Veneninsuffizienz täglich, bei einem Ulcus cruris Tag und Nacht bis zur Heilung.
Werden Kompressionsstrümpfe erstattet?
In Frankreich übernimmt die Sozialversicherung in der Regel 60 % des Basisbetrags, bis zu 8 Paar pro Jahr, auf ärztliche Verordnung.
Ersetzen Kompressionsstrümpfe eine Behandlung?
Nein. Sie lindern die Beschwerden, beheben aber die Ursache nicht. Eine Krampfader wird ohne Operation mit der Echotherapie verschlossen.