Wo treten Krampfadern auf?

Krampfadern werden meist mit den Beinen verbunden, doch sie können am ganzen Körper auftreten, von der Speiseröhre bis zum Hoden. Wo sie erscheinen und warum.
- Krampfadern entstehen durch undichte Venenklappen (venöser Reflux).
- Am häufigsten treten sie an den Beinen auf, vor allem bei Frauen.
- Sie können aber auch anderswo auftreten, seltener.
- Bekannte Formen: Ösophagusvarizen und die Varikozele am Hoden.
- Beinkrampfadern lassen sich ohne Operation behandeln.
Venen transportieren das Blut zum Herzen. Um der Schwerkraft entgegenzuwirken, haben sie innenliegende Klappen, die sich öffnen und schließen, damit das Blut nicht in die Beine zurückfließt. Schließen die Klappen nicht mehr vollständig, fließt ein Teil des Blutes zurück (venöser Reflux), staut sich und erhöht den Druck in der Vene. So entstehen Krampfadern. Aber wo genau treten sie auf?
Wo treten Krampfadern am häufigsten auf?
Am häufigsten sind Krampfadern an den Beinen. Studien zeigen, dass sich erste Anzeichen einer Venenerkrankung bei mehr als einem Drittel der 18- bis 64-Jährigen finden lassen. Sichtbare Beinkrampfadern sind bei Frauen deutlich häufiger (20 bis 25 %) als bei Männern (10 bis 15 %).
Gute Nachricht: Eine Krampfader am Bein lässt sich ohne Operation behandeln. Die Echotherapie verschließt sie ohne Schnitt.
Krampfadern in anderen Körperregionen
Wegen ihrer Häufigkeit wird der Begriff Krampfadern fast immer mit den sichtbaren, hervortretenden Beinvenen verbunden. Doch Krampfadern können, seltener, am ganzen Körper auftreten. Zwei weitere Formen sind besonders bekannt:
| Lage | Merkmale |
|---|---|
| Beine | Mit Abstand am häufigsten; sichtbare, geschlängelte Venen. |
| Speiseröhre (Ösophagusvarizen) | Vor allem bei fortgeschrittener Leberzirrhose; innerlich, gefährlich. |
| Hoden (Varikozele) | Bei etwa 30 % der Männer, meist zwischen 14 und 25 Jahren. |
Ösophagusvarizen und Varikozele

Ösophagusvarizen treten vor allem bei Patienten mit fortgeschrittener Leberzirrhose auf (einer chronischen Erkrankung, auch Leberschrumpfung genannt), aber auch andere Ursachen sind möglich. Weil der Blutfluss durch die Leber abnimmt, steigt der Druck in anderen Venen, und der Blutfluss in der Speiseröhrenvene nimmt zu, wodurch sich dort Krampfadern bilden.
Krampfadern am Hoden werden Varikozele genannt. Meist ist das Venennetz sichtbar und tastbar, doch eine Varikozele kann auch symptomfrei sein und nur manchmal leichte Beschwerden wie Schmerzen verursachen. Varikozelen treten meist zwischen 14 und 25 Jahren auf, bei etwa 30 % der Männer.
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Questions fréquentes
Wo treten Krampfadern am häufigsten auf?
An den Beinen, wo sie bei Frauen (20-25 %) deutlich häufiger sind als bei Männern (10-15 %).
Können Krampfadern auch anderswo auftreten?
Ja, seltener. Bekannt sind Ösophagusvarizen (Speiseröhre) und die Varikozele (Hoden).
Was sind Ösophagusvarizen?
Krampfadern der Speiseröhre, vor allem bei fortgeschrittener Leberzirrhose, wenn der Druck in den Venen steigt.
Was ist eine Varikozele?
Krampfadern am Hoden, bei etwa 30 % der Männer, meist zwischen 14 und 25 Jahren, oft sichtbar und tastbar.
Kann man Beinkrampfadern behandeln?
Ja, ohne Operation: Die Echotherapie verschließt die Vene mit Ultraschall, ohne Schnitt.