Erhöht Stehen bei der Arbeit das Krampfaderrisiko?

Erhöht langes Stehen bei der Arbeit das Krampfaderrisiko? Studien zeigen einen klaren Zusammenhang, vor allem bei stehenden Berufen. Was hilft, vorzubeugen.
- Krampfadern haben viele Ursachen; langes Stehen ist ein Risikofaktor.
- Eine dänische Großstudie fand bei stehend Arbeitenden ein 1,85-fach höheres Risiko.
- Bei Frauen war das Risiko noch höher.
- Vorbeugen: Stehen unterbrechen, Kompressionsstrümpfe, kleine Übungen.
- Eine Krampfader lässt sich bei Bedarf ohne Operation behandeln.
Krampfadern sind Venen, die das Blut nicht mehr richtig gegen die Schwerkraft zum Herzen pumpen. Sie sind eine Erscheinungsform der chronischen Venenerkrankung und zeigen sich oft als verdrehte, geschwollene und erweiterte Gefäße, was ein ästhetisches Problem ist. Der Funktionsverlust im Blutkreislauf kann aber auch ernste gesundheitliche Folgen haben. Welche Rolle spielt dabei das Stehen?
Risikofaktoren für die Entstehung von Krampfadern
Bei Krampfadern spielen mehrere Risikofaktoren eine Rolle: Geschlecht, Lebensstil, Alter, Übergewicht, Schwangerschaften sowie familiäre Vorbelastung. Diese genetischen und umweltbedingten Faktoren wurden in vielen Studien beschrieben. Zudem wurde festgestellt, dass bestimmte Tätigkeiten, etwa langes Stehen bei der Arbeit, mit der Entstehung und dem Fortschreiten von Krampfadern zusammenhängen.
Wenn nötig, lässt sich eine Krampfader ohne Operation behandeln: die Echotherapie verschließt sie ohne Schnitt.
Ist langes Stehen ein wichtiger Risikofaktor?
Weil manche Berufe stundenlanges Stehen erfordern, wurde intensiv untersucht, ob dies das Krampfaderrisiko erhöht. Eine dänische Studie begleitete 1,6 Millionen Beschäftigte über 3 Jahre, um zu klären, wie stark die Arbeitsbedingungen mit einer ersten Krankenhauseinweisung wegen Beinkrampfadern zusammenhängen. Männer, die lange im Stehen arbeiten, hatten ein 1,85-fach höheres Krampfaderrisiko als alle anderen Männer. Bei Frauen war das Risiko noch höher.

Weitere Studien haben diese Ergebnisse bestätigt, und auch bei Berufen, die Stehen und langes Gehen verbinden, wurde ein höheres Krampfaderrisiko beobachtet. In einer über 12 Jahre laufenden Studie ließ sich rund ein Fünftel aller Krampfader-Patienten im erwerbsfähigen Alter mit langem Stehen bei der Arbeit in Verbindung bringen, samt dem erhöhten Risiko, deswegen eine Behandlung zu benötigen.
Welche Maßnahmen beugen Krampfadern beim Stehen vor?
Der klare Zusammenhang zwischen Venenerkrankung und langem Stehen lässt sich nicht leugnen. Auch wenn der Beruf regelmäßiges Stehen erfordert, können und sollten vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden. Jede Gelegenheit, das Stehen zu reduzieren oder zu unterbrechen, sollte genutzt werden, um die Durchblutung zu fördern. Ist das nicht möglich, sollten Kompressionsstrümpfe erwogen werden, die den Blutfluss nach oben unterstützen. Zudem helfen regelmäßiges Dehnen und kleine Übungen, die Durchblutung zu steigern.
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Questions fréquentes
Erhöht Stehen bei der Arbeit das Krampfaderrisiko?
Ja, langes Stehen ist ein anerkannter Risikofaktor: Bei stehend Arbeitenden wurde ein deutlich höheres Krampfaderrisiko festgestellt.
Wie stark ist das Risiko erhöht?
Eine dänische Studie fand bei Männern, die lange stehen, ein 1,85-fach höheres Risiko; bei Frauen war es noch höher.
Welche Berufe sind betroffen?
Vor allem solche mit stundenlangem Stehen, aber auch Berufe, die Stehen und langes Gehen verbinden.
Wie kann man vorbeugen?
Das Stehen unterbrechen, Kompressionsstrümpfe tragen und regelmäßig kleine Übungen zur Durchblutung machen.
Kann man Krampfadern behandeln?
Ja, ohne Operation: Die Echotherapie verschließt die Vene mit Ultraschall, ohne Schnitt.